Diese Website verwendet Cookies. Warum wir Cookies einsetzen und wie Sie diese deaktivieren können, erfahren Sie unter Datenschutz.
Zum Hauptinhalt springen

Pressemitteilung

Reiche sollte Nachsitzen in Sachen Agro-Gentechnik!

Zum heutigen Interview von Katherina Reiche in der Märkischen Allgemeinen Zeitung (MAZ) zum Thema Agro-Gentechnik erwidert Dr. Kirsten Tackmann, stellvertretende Landesvorsitzende der Linkspartei.PDS Brandenburg:

"Vielleicht wäre es hilfreich gewesen, wenn Kollegin Reiche an einer der vielen Debatten im Bundestag oder im Agrarausschuss zum Thema Agro-Gentechnik in den vergangenen Monaten teilgenommen hätte. Dann wäre sie vielleicht zurückhaltender mit verbraucher- und landwirtschafts-feindlichen Kommentaren zum vermeintlichen Nutzen der Agro-Gentechnik.

Was Frau Reiche als Innovation für Landwirte bezeichnet ist eine Risikotechnologie mit großen potentiellen Gefahren für Umwelt, Landwirtschaft und Ernährung. Vielfältige Fruchtfolgen, Mischkulturen, Agroforstsysteme, Regionalvermarktung oder Urlaub auf dem Bauernhof, das sind innovative Lösungen für unbestreitbar bestehende Probleme der Landwirtschaft. DIE LINKE unterstützt die Gründung gentechnikfreier Regionen, in welchen Landwirtschaftbetriebe und regional betroffene Bevölkerung freiwillig auf Agro-Gentechnik verzichten. Das ist deutlich innovativer, als die Äcker mit einer Risikotechnologie zu bestellen, die keine Lösungen bietet, aber neue Probleme schafft. Zudem sind der Schutz der Interessen von Verbraucherinnen und Verbrauchern sowie der Nicht-Anwender wichtiger als die internationaler Konzerne wie Monsanto.

Landwirtschaftsminister Woidke hat vollkommen Recht in seiner Befürchtung, die Agro-Gentechnik würde dem Image Brandenburgs schaden. Völlig unabhängig davon, für wie gefährlich man gentechnisch veränderte Pflanzen hält: Die Menschen wollen sie nicht! Eine Studie der GfK Marktforschung vom Dezember 2006 kommt erneut zu dem Schluss, dass 74,9 Prozent der Konsumenten die Entwicklung und Einführung von gentechnisch veränderten Lebensmitteln generell ablehnen. 6,7 Prozent sind nur dafür. Dieses eindeutige Votum kann man nicht ignorieren! "

 


Die aktuellen und früheren Ausgaben von Linksblick und Einblicke, den Zeitungen unseres Kreisverbandes und der Kreistagsfraktion, lesen Sie hier auf den Seiten des Kreisverbandes.