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Kulturelles Leben in Rangsdorf

Mit großem Interesse hat die Linksfraktion Aktivitäten kulturell interessierter Bürger verfolgt, die Fraktionen in der Gemeindevertretung und den Bürgermeister zu gewinnen, dem kulturellen Leben in Rangsdorf mehr Aufmerksamkeit zu schenken.
Diesem Zweck dienten u.a. die Initiativen von Eike Mewes, Kulturschaffender und ehemaliger Theaterregisseur sowie weiterer kulturell Interessierter. Im September 2008 und Januar 2009 organisierte er nicht parteigebundene gut besuchte Veranstaltungen, die Optimismus aufkommen ließ, einen neuen Kulturverein gründen zu können und die Kulturarbeit in gesellschaftlicher Verantwortung voranzubringen. Eine Reihe von Teilnehmern erklärten sich bereit, an einer Arbeitsgruppe zur organisatorischen Vorbereitung eines neuen Kulturvereins mitzuwirken.
 
Das Jahr 2009 begann jedoch überraschender Weise mit „doppelter Energie“. Denn nach dieser zivilgesellschaftlichen Initiative wurde eine vom Bürgermeister organisierte Zusammenkunft in der Gemeindebibliothek einberufen, gefolgt von einer weiteren im Kunstflügel der GEDOK. Die zahlreichen Teilnehmer diskutierten intensiv über das im Ort schlummernde kulturelle Potenzial und wurden mit der Vorlage eines durch den Bürgermeister und dem Vorsitzenden der Gemeindevertretung Dr. Klucke unterbreiteten Entwurfes einer Vereinbarung mit dem zukünftigen Verein beglückt. Die Gemeinde spricht sich darin für eine kontinuierliche und verlässliche Unterstützung der Arbeit des Vereins aus. Die Vereinbarung gipfelt in der Bereitschaft, jährlich einen Zuschuss von 2.500 EUR je Kalenderjahr, erstmalig für das Jahr 2009 nach Vereinsgründung unabhängig vom Gründungsdatum zu zahlen.
 
Alles gut und schön. Nun wurde dieser Vereinbarung in der letzten Gemeindevertretersitzung mehrheitlich die Zustimmung gegeben, obwohl es von mir einen Antrag auf Vertagung der Abstimmung gab. Mit dem Antrag auf Vertagung war beabsichtigt die Vereinsgründung abzuwarten und dem dann gewählten Vorstand die Möglichkeit zu geben, sich an der Vertragsgestaltung zu beteiligen. Natürlich soll und muss die Kulturarbeit unterstützt und gefördert werden. Dafür erhebe ich auch weiterhin meine Stimme. Es ist jedoch einmalig in unserer Gemeinde, einen Verein noch vor seiner Gründung finanzielle Mittel zu zusichern, ohne auf die vielen anderen Vereine Rücksicht zu nehmen, die eine solche Regelung auch gern in Anspruch nehmen würden, um nicht erst Anträge stellen zu müssen. Mit dieser Art des Herangehens läuft einiges aus dem Ruder.

Die zivilgesellschaftlichen Initiativen sollten Vorrang vor Verwaltungsakten haben. Zu erwartende Kritik anderer Vereine an der Gemeindevertretung bei so einer sensiblen Entscheidung müsste von vornherein vermieden werden.
 
Es erscheint doch logisch, erst den Verein zu gründen, wie es am 27. April vorgesehen ist und die verantwortlichen des Vereins (Vorstand) zu benennen. Dazu hätte vorerst die öffentlich erklärte Bereitschaft, dass die Gemeinde eine kontinuierliche und verlässliche Arbeit des Kulturvereins unterstützt genügt. Dies sehe ich auch so im Hinblick auf die anderen existierenden Vereine. Die Einzelheiten hätten dann später festgelegt und von der Gemeindevertretung beschlossen werden können. Das wäre wohl der richtigere Gang der Dinge.
 
Peter Wetzel
Fraktionsvorsitzender DIE LINKE

 


 


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