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F. Thier
Der Ostermarsch 2026 zog durch die Ludwigsfelder Innenstadt.
Das Foto zeigt Teilnehmende des Ostermarsches, die ein Banner mit der Aufschrift "Panzer schaffen keinen Frieden!" vor sich hertragen.

Tobias Lübbert, Mitglied des Landesvorstandes, Mitglied des Kreisvorstandes

Erster Ostermarsch seit Jahren in TF

F. Thier
Impression vom Ostermarsch in Ludwigsfelde
Das Foto zeigt mehrere Personen, die sich zu Beginn des Ostermarsches am Bahnhof in Ludwigsfelde sammeln.

Die Linke Brandenburg und Die Linke Teltow-Fläming luden am 29. März zum Ostermarsch nach Ludwigsfelde.

Ostermärsche stehen in der Tradition einer jahrzehntelangen Friedensbewegung, die ihre Wurzeln in den 1960er Jahren hat. Damals gingen erstmals Menschen in Europa auf die Straße, um gegen atomare Aufrüstung und militärische Eskalation zu protestieren.

Für Die Linke ist diese historische Kontinuität von zentraler Bedeutung: Die Ostermärsche sind Ausdruck zivilgesellschaftlichen Engagements für Abrüstung, Dialog und internationale Solidarität.

„Heute ist diese Tradition vielerorts eingeschlafen, dabei ist sie wichtiger denn je.“, sagt Tobias Lübbert, Vorsitzender des Regionalverbandes Trebbin-Großbeeren-Ludwigsfelde der Partei Die Linke und Mitglied im Kreis- sowie Landesvorstand der Linken.

„Wir bauen eure Waffen nicht. Wir führen eure Kriege nicht.“ Unter diesem Motto lief der Ostermarsch mit knapp 50 Menschen durch die Stadt. Diese Zahl ist viel zu wenig für die Brisanz, die das Thema in der ganzen Welt hat.

Ostermärsche sind nicht nur ein symbolischer Akt, sondern wichtiger Raum für Austausch, Aufklärung und politische Positionierung. So hat beispielsweise ein Vertreter des „Arbeitskreis Zwangsarbeit in Ludwigsfelde gedenken“ am Ostermarsch teilgenommen und vor den Teilnehmenden gesprochen. „Wir können in Ludwigsfelde eine Hand voll Sand nehmen und finden dort sofort menschliche Knochen.“, so Stefan Gerbing vom AK Zwangsarbeit. Diese Tatsache ist Mahnung und Pflicht für uns alle.

Mercedes Benz, einer der größten Arbeitgeber im Landkreis, lässt seit Jahren die Frage nach der Zukunft seines Werks in Ludwigsfelde ungeklärt. Gleichzeitig versucht Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) seit Jahren Rüstungsindustrie nach Brandenburg zu locken. Die jüngsten Bestrebungen hierzu finden sich im neuen Koalitionsvertrag von SPD und CDU wieder. Auch deswegen sagte Tobias Lübbert beim Ostermarsch: „Unsere Arbeiterinnen und Arbeiter wollen kein Blut von unschuldigen Männern, Frauen und Kindern an ihren Händen haben.“ Und Katharina Slanina, Landesvorsitzende die Linke Brandenburg, ergänzte in ihrer Rede: „Herr Doktor Woidke, wir wollen keine Rüstung in Brandenburg!“

Nach Abschluss der Demonstration kam es dann noch zu einem Eklat. Die anwesenden Polizisten leiteten nach der Demo ein Ermittlungsverfahren von Amts wegen ein, wegen des Verdachts der Beleidigung. Der Grund: das nicht indizierte und nicht verbotene Lied „Nazis raus“ wurde auf der Demonstration abgespielt. Dies ist ein massiver Eingriff in das Versammlungsrecht und für uns nicht hinnehmbar. Weitere Infos hier.


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