24. Oktober 2014

Zur Entwicklung des Gewerbegebietes Theresienhof

Mit der Entwicklung des neuen Gewerbegebietes Theresienhof erfährt die Gemeindevertretung und -verwaltung erstmals etwas größeren "Gegenwind" von Betroffenen und Bürgern aus Rangsdorf. Oftmals spielt dabei eine gewisse Unkenntnis bzw. persönliche Betroffenheit mit. Wahr ist, dass es um ein Gewerbegebiet geht, das nicht allein den Logistikstandort "FIEGE" sichern und erweitern soll. Es geht auch darum, Kleingewerbesuchenden eine Chance zu bieten, sich in Rangsdorf anzusiedeln bzw. für kleinere Rangsdorfer Unternehmen Möglichkeiten zu schaffen, sich zu erweitern. Problem ist dabei die verkehrstechnische Anbindung dieser Fläche. Unter keinen Umständen darf für Rangsdorf, inklusive der Ortsteile, eine Verschlechterung der Verkehrssituation eintreten!! Und hier stimme ich mit den Kritikern überein, dass die jetzige geplante Anbindung diesem Umstand nicht gerecht wird. Schon heute ist der Knotenpunkt Kienitzer Straße/B96 den Anforderungen des Verkehrs - ca1520 KFZ/h- nicht gewachsen (z.B. Rückstau auf der B96 auf der Abbiegespur oder Ausfahrt von der Kienitzer Straße auf die B 96). Aus dem Gewerbegebiet sollen nach Berechnungen des Verkehrsplaners über die Klein Kienitzer Straße ca. 500 KFZ/h dazu kommen und dies kann der Knotenpunkt wahrlich nicht bewältigen.

Die Fraktion DIE LINKE hatte vorgeschlagen, dass eine Südanbindung zwischen Birkenweg und Meinhardtswegs verkehrstechnisch günstiger ist und ein 4-spuriger Ausbau der B96 bis dahin dazu führt, dass weniger landwirtschaftlich genutzte Fläche in Anspruch genommen wird. Schade, dass es für diese Variante KEINE Mehrheit gab. Aber es besteht ja noch die Hoffnung, dass die Behörden unserer Meinung favorisieren.

 

Hartmut Rex

Fraktion DIE LINKE

 


 

Ansprache von Hartmut Rex

zur Eröffnung der ersten Gemeindevertretersitzung am 17. Juni 2014 in Rangsdorf

Liebe Einwohner von Rangsdorf,
Liebe gewählte Gemeinevertreter/innen

Mir, als Ältesten der anwesenden Gemeindevertreter, wird laut Kommunalordnung die Aufgabe zuteil, bis zur Wahl des neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung die heutige Versammlung zu eröffnen und zu leiten.

Zuvor muss ich mich aber noch einmal vergewissern, ob nicht doch noch ein Gemeindevertreter unter uns ist, der vor dem Oktober 1943 geboren ist.

Dieses scheint nicht der Fall zu sein.

Bevor wir die neue Legislaturperiode beginnen, möchte ich unserem Vorsitzenden der letzten Gemeindevertretung HORST SCHÖNERT mit diesem Blumenstrauß Danke sagen.

Liebe Anwesende

Als Erstes möchte ich allen Gewählten zu ihrer Wahl gratulieren.

Über mein persönliches Wahlergebnis war ich sehr erstaunt und es hat mir gezeigt, dass ein kritisches Auseinandersetzen mit den Vorlagen aus der Verwaltung von den Bürgern gewollt und anerkannt wird.

Denjenigen, die ihr Mandat auch angenommen haben gilt meine besondere Hochachtung, denn sie waren sich bewusst, dass mit einer Kandidatur nicht nur neue Aufgaben auf sie warten, sondern sie auch eine Verpflichtung gegenüber ihren Wählern eingegangen sind.

Allen Gewählten, die sich dieser Verantwortung entzogen und damit auch das in sie gesetzte Vertrauen- warum auch immer- nicht erfüllten, sage ich: Sie haben in meinen Augen nicht nur " Wahlbetrug ", sondern durch ihr Verhalten auch noch zur schon vorhandenen "Wahlmüdigkeit" beigetragen die Schar der Nichtwähler zu bestärken.

Das Wahlergebnis hat uns eine neue Zusammensetzung der Gemeindevertretung gebracht. Ich glaube, dass diese Gemeindevertretung sehr schnell zur Sacharbeit finden wird, um anstehende Probleme für Rangsdorf zu lösen. Dennoch appelliere ich an alle Fraktionen, die parteilichen Interessen zurück zu stellen und ein "FÜR RANGSDORF" in den Mittelpunkt unserer Arbeit zu stellen.

Ebenso wichtig aber ist es meines Erachtens, dass schon heute sich diese Vertretung einen "Ehrenkodex" zu eigen macht, um etwaige Zweifel am Lebensmittelpunkt oder Meldeadresse sowie Vorteilsnahme oder Befangenheit aus zu schließen.

Dem neuen Vorsitzenden der Gemeindevertretung wünsche ich schon jetzt ein stabiles Rückgrat gegenüber dem Bürgermeister und der Verwaltung sowie eine straffe Hand in der Leitung unserer Versammlungen.

Vom Bürgermeister erhoffe ich eine bessere Vorbereitung der Beschlussvorlagen, eine zielorientierte Arbeit für Rangsdorf und eine kontrollierte Beherrschung seiner Emotionen.

Vielen Dank

Hartmut Rex

Verständlicher Unmut

Unter dieser Überschrift veröffentlichte die Zossener Rundschau am 24.06.2014
den nachfolgenden Leserbrief von Hartmut Rex zur Politikverdrossenheit und zum Betrug des Wählers:

Beim Betrachten der Ergebnisse der Kommunalwahl fällt mir die niedrige Wahlbeteiligung auf und was der Demokratie noch schädlicher ist, die zahlreichen Verweigerungen(in Rangsdorf), das Mandat anzunehmen.

Was ist das für eine Charaktereigenschaft, dass, wenn ich mich zur Wahl stelle und dann die mir durch den Wähler erteilte Aufgabe nicht annehme. Hatten die Kandidaten eine falsche Vorstellung über die Aufgaben eines gewählten Vertreters oder haben die Parteien und Vereinigungen die Gewählten nur benutzt, um durch den Bekanntheitsgrad der Person auf Stimmenfang zu gehen?

Sollte das letztere der Fall sein so kann ich den Unmut des Wählers verstehen!

Alle politisch Tätigen sollten in sich gehen und den Wähler nicht zum Spielball solcher Machenschaften degradieren. Der mündige Wähler merkt sich das und straft uns, die sich ehrlich für die Belange der Bürger einsetzen, einmal durch Fernbleiben von der Wahl und vor allem mit der Desinteressiertheit am politischen Leben teilzunehmen, ab.

 

Hartmut Rex
Rangsdorf

Vielen Dank

allen Bürgern aus Rangsdorf sowie den Ortsteilen Groß Machnow und Klein Kienitz, die bei der Kommunalwahl alle drei bisherigen Gemeindevertreter der Partei DIE LINKE in der Gemeindevertretung wieder in die neue Gemeindevertretung gewählt haben.

Ganz besonderen Dank für die tolle Zustimmung für unseren Spitzenkandidaten

                                    Hartmut Rex

Sie haben ihn mit 900 Stimmen und damit der höchsten Zahl an Einzelstimmen für einen der insgesamt 67 Kandidaten gewählt.

Der Ortsverband DIE LINKE wird gemeinsam mit der neuen Fraktion in der Gemeindevertretung alles tun, die Interessen der Bürger Rangsdorfs würdig zu vertreten.